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Aus dem Leben eines Taugenichts (1826), Aus dem Leben eines Taugenichts, Achtes Kapitel 2

Aus dem Leben eines Taugenichts, Achtes Kapitel 2

Ich mochte eine ziemliche Weile so im Kreise herumgesprungen sein und merkte gar nicht, daß die andern unterdes anfingen müde zu werden und sich nach und nach von dem Rasenplatze verloren. Da zupfte mich jemand von hinten tüchtig an den Rockschößen. Es war die Kammerjungfer. »Sei kein Narr«, sagte sie leise: »du springst ja wie ein Ziegenbock! Studiere deinen Zettel ordentlich und komm bald nach, die schöne junge Gräfin wartet.« – Und damit schlüpfte sie in der Dämmerung zur Gartenpforte hinaus, und war bald zwischen den Weingärten verschwunden.

Mir klopfte das Herz, ich wäre am liebsten gleich nachgesprungen. Zum Glück zündete der Kellner, da es schon dunkel geworden war, in einer großen Laterne an der Gartentür Licht an. Ich trat heran und zog geschwind den Zettel heraus. Da war ziemlich kritzlig mit Bleifeder das Tor und die Straße beschrieben, wie mir die Kammerjungfer vorhin gesagt hatte. Dann stand: »Elf Uhr an der kleinen Tür.«

Da waren noch ein paar lange Stunden hin! – Ich wollte mich dessenungeachtet sogleich auf den Weg machen, denn ich hatte keine Rast und Ruhe mehr; aber da kam der Maler, der mich hierhergebracht hatte, auf mich los. »Hast du das Mädchen gesprochen?« frug er, »ich seh sie nun nirgends mehr; das war das Kammermädchen von der deutschen Gräfin.« »Still, still« erwiderte ich, »die Gräfin ist noch in Rom.« »Nun desto besser«, sagte der Maler, »so komm und trink mit uns auf ihre Gesundheit!« und damit zog er mich, wie sehr ich mich auch sträubte, in den Garten zurück.

Da war es unterdes ganz öde und leer geworden. Die lustigen Gäste wanderten, jeder sein Liebchen am Arm, nach der Stadt zu, und man hörte sie noch durch den stillen Abend zwischen den Weingärten plaudern und lachen, immer ferner und ferner, bis sich endlich die Stimmen tief in dem Tale im Rauschen der Bäume und des Stromes verloren. Ich war noch mit meinem Maler und dem Herrn Eckbrecht – so hieß der andere junge Maler, der sich vorhin so herumgezankt hatte – allein oben zurückgeblieben. Der Mond schien prächtig im Garten zwischen die hohen, dunklen Bäume herein, ein Licht flackerte im Winde auf dem Tische vor uns und schimmerte über den vielen vergoßnen Wein auf der Tafel. Ich mußte mich mit hinsetzen und mein Maler plauderte mit mir über meine Herkunft, meine Reise, und meinen Lebensplan. Herr Eckbrecht aber hatte das junge hübsche Mädchen aus dem Wirtshause, nachdem sie uns Flaschen auf den Tisch gestellt, vor sich auf den Schoß genommen, legte ihr die Gitarre in den Arm, und lehrte sie ein Liedchen darauf klimpern. Sie fand sich auch bald mit den kleinen Händchen zurecht, und sie sangen dann zusammen ein italienisches Lied, einmal er, dann wieder das Mädchen eine Strophe, was sich in dem schönen stillen Abend prächtig ausnahm. – Als das Mädchen dann weggerufen wurde, lehnte sich Herr Eckbrecht mit der Gitarre auf der Bank zurück, legte seine Füße auf einen Stuhl, der vor ihm stand, und sang nun für sich allein viele herrliche deutsche und italienische Lieder, ohne sich weiter um uns zu kümmern. Dabei schienen die Sterne prächtig am klaren Firmament, die ganze Gegend war wie versilbert vom Mondschein, ich dachte an die schöne Frau, an die ferne Heimat, und vergaß darüber ganz meinen Maler neben mir. Zuweilen mußte Herr Eckbrecht stimmen, darüber wurde er immer ganz zornig. Er drehte und riß zuletzt an dem Instrument, daß plötzlich eine Saite sprang. Da warf er die Gitarre hin und sprang auf. Nun wurde er erst gewahr, daß mein Maler sich unterdes über seinen Arm auf den Tisch gelegt hatte und fest eingeschlafen war. Er warf schnell einen weißen Mantel um, der auf einem Aste neben dem Tische hing, besann sich aber plötzlich, sah erst meinen Maler, dann mich ein paarmal scharf an, setzte sich darauf, ohne sich lange zu bedenken, gerade vor mich auf den Tisch hin, räusperte sich, rückte an seiner Halsbinde, und fing dann auf einmal an, eine Rede an mich zu halten. »Geliebter Zuhörer und Landsmann!« sagte er, »da die Flaschen beinah leer sind, und da die Moral unstreitig die erste Bürgerpflicht ist, wenn die Tugenden auf die Neige gehen, so fühle ich mich aus landsmännlicher Sympathie getrieben, dir einige Moralität zu Gemüte zu führen. – Man könnte zwar meinen«, fuhr er fort, »du seist ein bloßer Jüngling, während doch dein Frack über seine besten Jahre hinaus ist; man könnte vielleicht annehmen, du habest vorhin wunderliche Sprünge gemacht, wie ein Satyr; ja, einige möchten wohl behaupten, du seiest wohl gar ein Landstreicher, weil du hier auf dem Lande bist und die Geige streichst; aber ich kehre mich an solche oberflächlichen Urteile nicht, ich halte mich an deine feingespitzte Nase, ich halte dich für ein vazierendes Genie.« – Mich ärgerten die verfänglichen Redensarten, ich wollte ihm soeben recht antworten. Aber er ließ mich nicht zu Worte kommen. »Siehst du«, sagte er, »wie du dich schon aufblähst von dem bißchen Lobe. Gehe in dich, und bedenke dieses gefährliche Metier! Wir Genies – denn ich bin auch eins – machen uns aus der Welt ebensowenig, als sie sich aus uns, wir schreiten vielmehr ohne besondere Umstände in unsern Siebenmeilenstiefeln, die wir bald mit auf die Welt bringen, gerade auf die Ewigkeit los. Oh, höchst klägliche, unbequeme, breitgespreizte Position, mit dem einen Beine in der Zukunft, wo nichts als Morgenrot und zukünftige Kindergesichter dazwischen, mit dem andern Beine noch mitten in Rom auf der Piazza del Popolo, wo das ganze Säkulum bei der guten Gelegenheit mitwill und sich an den Stiefel hängt, daß sie einem das Bein ausreißen möchten! Und alle das Zucken, Weintrinken und Hungerleiden lediglich für die unsterbliche Ewigkeit! Und siehe meinen Herrn Kollegen dort auf der Bank, der gleichfalls ein Genie ist; ihm wird die Zeit schon zu lang, was wird er erst in der Ewigkeit anfangen?! Ja, hochgeschätzter Herr Kollege, du und ich und die Sonne, wir sind heute früh zusammen aufgegangen, und haben den ganzen Tag gebrütet und gemalt, und es war alles schön – und nun fährt die schläfrige Nacht mit ihrem Pelzärmel über die Welt und hat alle Farben verwischt.« Er sprach noch immerfort und war dabei mit seinen verwirrten Haaren von dem Tanzen und Trinken im Mondschein ganz leichenblaß anzusehen.

Mir aber graute schon lange vor ihm und seinem wilden Gerede, und als er sich nun förmlich zu dem schlafenden Maler herumwandte, benutzte ich die Gelegenheit, schlich, ohne daß er es bemerkte, um den Tisch, aus dem Garten heraus, und stieg, allein und fröhlich im Herzen, an dem Rebengeländer in das weite, vom Mondschein beglänzte Tal hinunter.

Von der Stadt her schlugen die Uhren zehn. Hinter mir hörte ich durch die stille Nacht noch einzelne Gitarrenklänge und manchmal die Stimmen der beiden Maler, die nun auch nach Hause gingen, von fern herüberschallen. Ich lief daher so schnell, als ich nur konnte, damit sie mich nicht weiter ausfragen sollten.

Am Tore bog ich sogleich rechts in die Straße ein, und ging mit klopfendem Herzen eilig zwischen den stillen Häusern und Gärten fort. Aber wie erstaunte ich, als ich da auf einmal auf dem Platze mit dem Springbrunnen herauskam, den ich heute am Tage gar nicht hatte finden können. Da stand das einsame Gartenhaus wieder, im prächtigsten Mondschein, und auch die schöne Frau sang im Garten wieder dasselbe italienische Lied, wie gestern abend. – Ich rannte voller Entzücken erst an die kleine Tür, dann an die Haustür, und endlich mit aller Gewalt an das große Gartentor, aber es war alles verschlossen. Nun fiel mir erst ein, daß es noch nicht elf geschlagen hatte. Ich ärgerte mich über die langsame Zeit, aber über das Gartentor klettern, wie gestern, mochte ich wegen der guten Lebensart nicht. Ich ging daher ein Weilchen auf dem einsamen Platze auf und ab, und setzte mich endlich wieder auf den steinernen Brunnen voller Gedanken und stiller Erwartung hin.

Die Sterne funkelten am Himmel, auf dem Platze war alles leer und still, ich hörte voll Vergnügen dem Gesange der schönen Frau zu, der zwischen dem Rauschen des Brunnens aus dem Garten herüberklang. Da erblickte ich auf einmal eine weiße Gestalt, die von der andern Seite des Platzes herkam, und gerade auf die kleine Gartentür zuging. Ich blickte durch den Mondflimmer recht scharf hin – es war der wilde Maler in seinem weißen Mantel. Er zog schnell einen Schlüssel hervor, schloß auf, und ehe ich mich's versah, war er im Garten drin. Nun hatte ich gegen den Maler schon vom Anfang eine absonderliche Pike wegen seiner unvernünftigen Reden. Jetzt aber geriet ich ganz außer mir vor Zorn. Das liederliche Genie ist gewiß wieder betrunken, dachte ich, den Schlüssel hat er von der Kammerjungfer, und will nun die gnädige Frau beschleichen, verraten, überfallen. – Und so stürzte ich durch das kleine, offengebliebene Pförtchen in den Garten hinein.

Als ich eintrat, war es ganz still und einsam darin. Die Flügeltür vom Gartenhause stand offen, ein milchweißer Lichtschein drang daraus hervor und spielte auf dem Grase und den Blumen vor der Tür. Ich blickte von weitem herein. Da lag in einem prächtigen grünen Gemach, das von einer weißen Lampe nur wenig erhellt war, die schöne gnädige Frau, mit der Gitarre im Arm, auf einem seidenen Faulbettchen, ohne in ihrer Unschuld an die Gefahren draußen zu denken.

Ich hatte aber nicht lange Zeit, hinzusehen, denn ich bemerkte soeben, daß die weiße Gestalt von der andern Seite ganz behutsam hinter den Sträuchern nach dem Gartenhause zuschlich. Dabei sang die gnädige Frau so kläglich aus dem Hause, daß es mir recht durch Mark und Bein ging. Ich besann mich daher nicht lange, brach einen tüchtigen Ast ab, rannte damit gerade auf den Weißmantel los, und schrie aus vollem Halse »Mordjo!« daß der ganze Garten erzitterte.

Der Maler, wie er mich so unverhofft daherkommen sah, nahm schnell Reißaus, und schrie entsetzlich. Ich schrie noch besser, er lief nach dem Hause zu, ich ihm nach – und ich hatt ihn beinah schon erwischt, da verwickelte ich mich mit den Füßen in den fatalen Blumenstücken, und stürzte auf einmal der Länge nach vor der Haustür hin.

»Also du bist es, Narr!« hört ich da über mir ausrufen, »hast du mich doch fast zum Tode erschreckt.« – Ich raffte mich geschwind wieder auf, und wie ich mir den Sand und die Erde aus den Augen wische, steht die Kammerjungfer vor mir, die soeben bei dem letzten Sprunge den weißen Mantel von der Schulter verloren hatte. »Aber«, sagte ich ganz verblüfft, »war denn der Maler nicht hier?« – »Ja freilich«, entgegnete sie schnippisch, »sein Mantel wenigstens, den er mir, als ich ihm vorhin im Tor begegnete, umgehängt hat, weil mich fror.« – Über dem Geplauder war nun auch die gnädige Frau von ihrem Sofa aufgesprungen, und kam zu uns an die Tür. Mir klopfte das Herz zum Zerspringen. Aber wie erschrak ich, als ich recht hinsah und, anstatt der schönen gnädigen Frau, auf einmal eine ganz fremde Person erblickte!

Es war eine etwas große, korpulente, mächtige Dame mit einer stolzen Adlernase und hochgewölbten schwarzen Augenbraunen, so recht zum Erschrecken schön. Sie sah mich mit ihren großen funkelnden Augen so majestätisch an, daß ich mich vor Ehrfurcht gar nicht zu lassen wußte. Ich war ganz verwirrt, ich machte in einem fort Komplimente, und wollte ihr zuletzt gar die Hand küssen. Aber sie riß ihre Hand schnell weg, und sprach dann auf italienisch zu der Kammerjungfer, wovon ich nichts verstand.

Unterdes aber war von dem vorigen Geschrei die ganze Nachbarschaft lebendig geworden. Hunde bellten, Kinder schrien, zwischendurch hörte man einige Männerstimmen, die immer näher und näher auf den Garten zukamen. Da blickte mich die Dame noch einmal an, als wenn sie mich mit feurigen Kugeln durchbohren wollte, wandte sich dann rasch nach dem Zimmer zurück, während sie dabei stolz und gezwungen auflachte, und schmiß mir die Tür vor der Nase zu. Die Kammerjungfer aber erwischte mich ohne weiteres beim Flügel und zerrte mich nach der Gartenpforte.

»Da hast du wieder einmal recht dummes Zeug gemacht«, sagte sie unterwegs voller Bosheit zu mir. Ich wurde auch schon giftig. »Nun, zum Teufel!« sagte ich, »habt Ihr mich denn nicht selbst hierherbestellt?« – »Das ist's ja eben«, rief die Kammerjungfer, »meine Gräfin meinte es so gut mit dir, wirft dir erst Blumen aus dem Fenster zu, singt Arien – und das ist nun ihr Lohn! Aber mit dir ist nun einmal nichts anzufangen; du trittst dein Glück ordentlich mit Füßen.« – »Aber«, erwiderte ich, »ich meinte die Gräfin aus Deutschland, die schöne gnädige Frau« – »Ach«, unterbrach sie mich, »die ist ja lange schon wieder in Deutschland, mitsamt deiner tollen Amour. Und da lauf du nur auch wieder hin! Sie schmachtet ohnedies nach dir, da könnt ihr zusammen die Geige spielen und in den Mond gucken, aber daß du mir nicht wieder unter die Augen kommst!«

Nun aber entstand ein entsetzlicher Rumor und Spektakel hinter uns. Aus dem anderen Garten kletterten Leute mit Knüppeln hastig über den Zaun, andere fluchten und durchsuchten schon die Gänge, desperate Gesichter mit Schlafmützen guckten im Mondschein bald da bald dort über die Hecken, es war, als wenn der Teufel auf einmal aus allen Hecken und Sträuchern Gesindel heckte. – Die Kammerjungfer fackelte nicht lange. »Dort, dort, läuft der Dieb!« schrie sie den Leuten zu, indem sie dabei auf die andere Seite des Gartens zeigte. Dann schob sie mich schnell aus dem Garten und klappte das Pförtchen hinter mir zu.

Da stand ich nun unter Gottes freiem Himmel wieder auf dem stillen Platze mutterseelenallein, wie ich gestern angekommen war. Die Wasserkunst, die mir vorhin im Mondschein so lustig flimmerte, als wenn Engelein darin auf und nieder stiegen, rauschte noch fort, wie damals, mir aber war unterdes alle Lust und Freude in den Brunnen gefallen. – Ich nahm mir nun fest vor, dem falschen Italien mit seinen verrückten Malern, Pomeranzen und Kammerjungfern auf ewig den Rücken zu kehren, und wanderte noch zur selbigen Stunde zum Tore hinaus.

Aus dem Leben eines Taugenichts, Achtes Kapitel 2 From the Life of a Good-for-Nothing, Eighth Chapter 2 Dalla vita di un buono a nulla, capitolo 8 2 Da vida de um inútil, Capítulo Oito 2

Ich mochte eine ziemliche Weile so im Kreise herumgesprungen sein und merkte gar nicht, daß die andern unterdes anfingen müde zu werden und sich nach und nach von dem Rasenplatze verloren. Я должно быть некоторое время прыгала вокруг круга и не заметила, как другие начали уставать и постепенно уходить с газона. Da zupfte mich jemand von hinten tüchtig an den Rockschößen. |||||||||hems Тут меня кто-то крепко потянул за подол платья сзади. Es war die Kammerjungfer. Это была горничная. »Sei kein Narr«, sagte sie leise: »du springst ja wie ein Ziegenbock! |||||||jump||||goat «Не будь дураком», сказала она тихо: «ты прыгаешь как козлик! Studiere deinen Zettel ordentlich und komm bald nach, die schöne junge Gräfin wartet.« – Und damit schlüpfte sie in der Dämmerung zur Gartenpforte hinaus, und war bald zwischen den Weingärten verschwunden. |||||||||||||||||||||garden gate|||||||| Хорошенько выучи свой листок и скоро приходи, прекрасная молодая графиня ждет». - И с этим она скользнула в сумерки к садовым воротам и вскоре исчезла среди виноградников.

Mir klopfte das Herz, ich wäre am liebsten gleich nachgesprungen. Мое сердце стучало, и мне хотелось сразу же последовать за ней. Zum Glück zündete der Kellner, da es schon dunkel geworden war, in einer großen Laterne an der Gartentür Licht an. ||lit||||||||||||||||| Ich trat heran und zog geschwind den Zettel heraus. Я подошел и быстро вытащил листок. Da war ziemlich kritzlig mit Bleifeder das Tor und die Straße beschrieben, wie mir die Kammerjungfer vorhin gesagt hatte. |||scribbled||lead pencil||||||||||||| Там было довольно неряшливо описано карандашом ворота и улица, как мне сказала горничная ранее. Dann stand: »Elf Uhr an der kleinen Tür.« Затем было написано: "В 11 часов у маленькой двери."

Da waren noch ein paar lange Stunden hin! До тех пор было еще несколько долгих часов! – Ich wollte mich dessenungeachtet sogleich auf den Weg machen, denn ich hatte keine Rast und Ruhe mehr; aber da kam der Maler, der mich hierhergebracht hatte, auf mich los. |||nevertheless||||||||||||||||||||||||| – Тем не менее, я хотел сразу же отправиться в путь, потому что у меня не было ни отдыха, ни покоя; но тут подошел художник, который привел меня сюда. »Hast du das Mädchen gesprochen?« frug er, »ich seh sie nun nirgends mehr; das war das Kammermädchen von der deutschen Gräfin.« »Still, still« erwiderte ich, »die Gräfin ist noch in Rom.« »Nun desto besser«, sagte der Maler, »so komm und trink mit uns auf ihre Gesundheit!« und damit zog er mich, wie sehr ich mich auch sträubte, in den Garten zurück. ||||||||||||||||chambermaid|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||| «Ты видел девушку?» – спросил он, – «Я ее больше нигде не вижу; это была горничная немецкой графини.» «Подожди, подожди,» ответил я, «графиня все еще в Риме.» «Тем лучше,» сказал художник, «тогда давай выпьем за ее здоровье!» И, несмотря на мое сопротивление, он потащил меня обратно в сад.

Da war es unterdes ganz öde und leer geworden. Между тем там стало совсем одиноко и пусто. Die lustigen Gäste wanderten, jeder sein Liebchen am Arm, nach der Stadt zu, und man hörte sie noch durch den stillen Abend zwischen den Weingärten plaudern und lachen, immer ferner und ferner, bis sich endlich die Stimmen tief in dem Tale im Rauschen der Bäume und des Stromes verloren. ||||||sweetheart|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||stream| Веселые гости отправились в город, каждый с своей возлюбленной за руку, и их еще слышно было в тихий вечер между виноградниками болтая и смеясь, все дальше и дальше, пока их голоса не потерялись глубоко в долине в шуме деревьев и реки. Ich war noch mit meinem Maler und dem Herrn Eckbrecht – so hieß der andere junge Maler, der sich vorhin so herumgezankt hatte – allein oben zurückgeblieben. |||||||||Eckbrecht|||||||||||argued||||remained Я осталась наверху только с моим художником и мистером Экбрехтом - так звали другого молодого художника, который недавно так ссорился. Der Mond schien prächtig im Garten zwischen die hohen, dunklen Bäume herein, ein Licht flackerte im Winde auf dem Tische vor uns und schimmerte über den vielen vergoßnen Wein auf der Tafel. |||||||||||||||||||||||shimmered||||poured|||| Луна великолепно светила в саду между высокими, темными деревьями, свет мерцал на столе перед нами на ветру и отражался от множества пролитого вина на столе. Ich mußte mich mit hinsetzen und mein Maler plauderte mit mir über meine Herkunft, meine Reise, und meinen Lebensplan. ||||||||||||||||||life plan Мне пришлось рядом сесть, и мой художник беседовал со мной о моем происхождении, путешествии и планах на жизнь. Herr Eckbrecht aber hatte das junge hübsche Mädchen aus dem Wirtshause, nachdem sie uns Flaschen auf den Tisch gestellt, vor sich auf den Schoß genommen, legte ihr die Gitarre in den Arm, und lehrte sie ein Liedchen darauf klimpern. Мистер Экбрехт взял молодую красивую девушку из таверны после того, как она поставила перед нами бутылки на стол, сел с ней на колени, положил ей на руки гитару и научил играть на ней небольшую песенку. Sie fand sich auch bald mit den kleinen Händchen zurecht, und sie sangen dann zusammen ein italienisches Lied, einmal er, dann wieder das Mädchen eine Strophe, was sich in dem schönen stillen Abend prächtig ausnahm. ||||||||little hands|||||||||||||||||stanza|||||||||stood out Она также скоро разобралась с маленькими ручками и они вместе запели итальянскую песню: то он, то она, что прекрасно вписывалось в этот прекрасный тихий вечер. – Als das Mädchen dann weggerufen wurde, lehnte sich Herr Eckbrecht mit der Gitarre auf der Bank zurück, legte seine Füße auf einen Stuhl, der vor ihm stand, und sang nun für sich allein viele herrliche deutsche und italienische Lieder, ohne sich weiter um uns zu kümmern. ||||called away||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||| Когда девушку вызвали, мистер Экбрехт опираясь на скамью с гитарой, вытянул ноги на стул, стоящий перед ним, и стал петь много замечательных немецких и итальянских песен, не обращая на нас внимания. Dabei schienen die Sterne prächtig am klaren Firmament, die ganze Gegend war wie versilbert vom Mondschein, ich dachte an die schöne Frau, an die ferne Heimat, und vergaß darüber ganz meinen Maler neben mir. |||||||||||||silvered|||||||||||||||||||| Звезды казались великолепными на ясном небе, вся местность была словно серебристой от лунного света, я думал о прекрасной женщине, о родной земле, и полностью забыл о моем художнике рядом со мной. Zuweilen mußte Herr Eckbrecht stimmen, darüber wurde er immer ganz zornig. Иногда господин Экбрехт должен был настраивать, и он всегда сердитился на это. Er drehte und riß zuletzt an dem Instrument, daß plötzlich eine Saite sprang. |||||||||||string| В конце концов он повернул и дернул за инструмент, так что внезапно струна порвалась. Da warf er die Gitarre hin und sprang auf. Тогда он бросил гитару и вскочил. Nun wurde er erst gewahr, daß mein Maler sich unterdes über seinen Arm auf den Tisch gelegt hatte und fest eingeschlafen war. Теперь он только заметил, что мой художник за это время уложил свою руку на стол и крепко заснул. Er warf schnell einen weißen Mantel um, der auf einem Aste neben dem Tische hing, besann sich aber plötzlich, sah erst meinen Maler, dann mich ein paarmal scharf an, setzte sich darauf, ohne sich lange zu bedenken, gerade vor mich auf den Tisch hin, räusperte sich, rückte an seiner Halsbinde, und fing dann auf einmal an, eine Rede an mich zu halten. ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||adjusted|||necktie|||||||||||| Он быстро накинул белое пальто, висевшее на ветке рядом с столом, но вдруг вспомнил о чем-то, оглядел сначала моего художника, потом меня пару раз внимательно, затем сел прямо передо мной за стол, покашлял, приладил галстук, и вдруг начал произносить речь ко мне. »Geliebter Zuhörer und Landsmann!« sagte er, »da die Flaschen beinah leer sind, und da die Moral unstreitig die erste Bürgerpflicht ist, wenn die Tugenden auf die Neige gehen, so fühle ich mich aus landsmännlicher Sympathie getrieben, dir einige Moralität zu Gemüte zu führen. beloved||||||||||||||||undoubtedly|||citizen duty||||virtues||||||||||fellow country|sympathy||||morality|||| «Дорогой слушатель и соотечественник! - сказал он, - так как бутылки почти пусты, а мораль, несомненно, первый гражданский долг, когда добродетель истощается, я чувствую себя толкнутым сопереживанием соотечественника привести тебе к сердцу некоторую моральность. – Man könnte zwar meinen«, fuhr er fort, »du seist ein bloßer Jüngling, während doch dein Frack über seine besten Jahre hinaus ist; man könnte vielleicht annehmen, du habest vorhin wunderliche Sprünge gemacht, wie ein Satyr; ja, einige möchten wohl behaupten, du seiest wohl gar ein Landstreicher, weil du hier auf dem Lande bist und die Geige streichst; aber ich kehre mich an solche oberflächlichen Urteile nicht, ich halte mich an deine feingespitzte Nase, ich halte dich für ein vazierendes Genie.« – Mich ärgerten die verfänglichen Redensarten, ich wollte ihm soeben recht antworten. ||||||||||mere|||||||||||||||||have||strange|||||satyr|||||||are||||vagabond|||||||||||play (the violin)||||||||judgments|||||||sharply pointed|||||||wandering|||angered||perilous||||||| Aber er ließ mich nicht zu Worte kommen. Но он не дал мне заговорить. »Siehst du«, sagte er, »wie du dich schon aufblähst von dem bißchen Lobe. ||||||||puff up||||praise «Видишь ли», сказал он, «как ты уже раздуваешься от немногого похвалы». Gehe in dich, und bedenke dieses gefährliche Metier! ||||consider||| Погрузись в себя и обдумай эту опасную профессию! Wir Genies – denn ich bin auch eins – machen uns aus der Welt ebensowenig, als sie sich aus uns, wir schreiten vielmehr ohne besondere Umstände in unsern Siebenmeilenstiefeln, die wir bald mit auf die Welt bringen, gerade auf die Ewigkeit los. |genies|||||||||||just as||||||||||||||seven-league boots||||||||||||| Мы – гении, потому что я тоже один из них, не так уж отличаемся от мира, как мир от нас, мы идем несмотря на особые обстоятельства в своих башмаках семимильными, которые мы как бы принесли с собой в этот мир, прямо к вечности. Oh, höchst klägliche, unbequeme, breitgespreizte Position, mit dem einen Beine in der Zukunft, wo nichts als Morgenrot und zukünftige Kindergesichter dazwischen, mit dem andern Beine noch mitten in Rom auf der Piazza del Popolo, wo das ganze Säkulum bei der guten Gelegenheit mitwill und sich an den Stiefel hängt, daß sie einem das Bein ausreißen möchten! ||miserable|uncomfortable|spread wide|||||||||||||||children's faces||||||||||||piazza|in|people||||century|||||with||||||||||||tear out| О, какое жалкое, неудобное, широко расставленное положение, с одной ногой в будущем, где между нами ничего, кроме утренней зари и лиц будущих детей, с другой ногой все еще посреди Рима на площади Пьяцца дель Пополо, куда зовет весь век и цепляется за ботинок так, будто рвет ногу! Und alle das Zucken, Weintrinken und Hungerleiden lediglich für die unsterbliche Ewigkeit! ||||drinking wine||suffering from hunger||||immortal| И все это дрожание, питье вина и голодание лишь для бессмертной вечности! Und siehe meinen Herrn Kollegen dort auf der Bank, der gleichfalls ein Genie ist; ihm wird die Zeit schon zu lang, was wird er erst in der Ewigkeit anfangen?! И вот мой уважаемый коллега там на скамейке, который тоже гений; ему уже становится скучно, что же он будет делать в вечности?! Ja, hochgeschätzter Herr Kollege, du und ich und die Sonne, wir sind heute früh zusammen aufgegangen, und haben den ganzen Tag gebrütet und gemalt, und es war alles schön – und nun fährt die schläfrige Nacht mit ihrem Pelzärmel über die Welt und hat alle Farben verwischt.« Er sprach noch immerfort und war dabei mit seinen verwirrten Haaren von dem Tanzen und Trinken im Mondschein ganz leichenblaß anzusehen. |esteemed||||||||||||||||||||brooded||||||||||||sleepy||||fur sleeve||||||||blurred||||||||||||||||||||pale as a corpse| Да, уважаемый коллега, ты и я и солнце, мы встали вместе сегодня утром и целый день трудились и рисовали, и все было прекрасно - а теперь сонная ночь проходит своим меховым рукавом по миру и растеряла все цвета." Он продолжал говорить, и его сумасшедшие волосы после танцев и питья на лунном свете делали его бледным.

Mir aber graute schon lange vor ihm und seinem wilden Gerede, und als er sich nun förmlich zu dem schlafenden Maler herumwandte, benutzte ich die Gelegenheit, schlich, ohne daß er es bemerkte, um den Tisch, aus dem Garten heraus, und stieg, allein und fröhlich im Herzen, an dem Rebengeländer in das weite, vom Mondschein beglänzte Tal hinunter. ||dreaded|||||||||||||||||||turned around|||||||||||||||||||||||||||vineyard trellis||||||gleamed|| Я уже давно боялся его и его дикой болтовни, и когда он формально повернулся к спящему художнику, я воспользовался случаем, незаметно подкрался за стол, из сада ушел и весело, с радостным сердцем, спустился в долину, озаренную лунным светом, вдоль виноградных лоз.

Von der Stadt her schlugen die Uhren zehn. С города пробили десять часов. Hinter mir hörte ich durch die stille Nacht noch einzelne Gitarrenklänge und manchmal die Stimmen der beiden Maler, die nun auch nach Hause gingen, von fern herüberschallen. ||||||||||guitar sounds||||||||||||||||drift over Позади меня я слышал в тишине ночи отдельные звуки гитары и иногда голоса двух художников, которые теперь тоже шли домой, звучащие издалека. Ich lief daher so schnell, als ich nur konnte, damit sie mich nicht weiter ausfragen sollten. ||||||||||||||question| Я поэтому бежал так быстро, как только мог, чтобы они больше не допрашивали меня.

Am Tore bog ich sogleich rechts in die Straße ein, und ging mit klopfendem Herzen eilig zwischen den stillen Häusern und Gärten fort. |||||||||||||beating||||||||| Я сразу свернул направо у ворот, вошел на улицу и поспешил между тихими домами и садами, с сердцем, бешено стучащим в груди. Aber wie erstaunte ich, als ich da auf einmal auf dem Platze mit dem Springbrunnen herauskam, den ich heute am Tage gar nicht hatte finden können. |||||||||||||||emerged|||||||||| Но как я удивился, когда вдруг оказался на площади с фонтаном, которую сегодня днем я не мог найти. Da stand das einsame Gartenhaus wieder, im prächtigsten Mondschein, und auch die schöne Frau sang im Garten wieder dasselbe italienische Lied, wie gestern abend. ||||garden house|||loveliest|||||||||||||||| Там снова стоял одинокий садовый домик под великолепным лунным светом, и прекрасная женщина снова пела в саду ту же итальянскую песню, что и вчера вечером. – Ich rannte voller Entzücken erst an die kleine Tür, dann an die Haustür, und endlich mit aller Gewalt an das große Gartentor, aber es war alles verschlossen. – Я с восторгом побежал сначала к маленькой двери, потом к двери дома, наконец, с полной силы к большой воротам в сад, но все было заперто. Nun fiel mir erst ein, daß es noch nicht elf geschlagen hatte. Только теперь мне вспомнилось, что еще не пробило одиннадцать. Ich ärgerte mich über die langsame Zeit, aber über das Gartentor klettern, wie gestern, mochte ich wegen der guten Lebensart nicht. Я раздражался медленным течением времени, но прыгать через ворота, как вчера, я не хотел из-за хороших манер. Ich ging daher ein Weilchen auf dem einsamen Platze auf und ab, und setzte mich endlich wieder auf den steinernen Brunnen voller Gedanken und stiller Erwartung hin. Я прогулялся некоторое время по пустынному месту, потом опять сел на каменный колодец, полный размышлений и тихого ожидания.

Die Sterne funkelten am Himmel, auf dem Platze war alles leer und still, ich hörte voll Vergnügen dem Gesange der schönen Frau zu, der zwischen dem Rauschen des Brunnens aus dem Garten herüberklang. ||||||||||||||||||song||||||||||fountain||||drifted over Звезды сверкали на небе, на площади было пусто и тихо, я с удовольствием слушал пение красивой женщины, звучавшее между шумом фонтана из сада. Da erblickte ich auf einmal eine weiße Gestalt, die von der andern Seite des Platzes herkam, und gerade auf die kleine Gartentür zuging. |||||||||||||||came from||||||| Тут я вдруг увидел белую фигуру, которая подошла с другой стороны площади и направилась к маленькой садовой двери. Ich blickte durch den Mondflimmer recht scharf hin – es war der wilde Maler in seinem weißen Mantel. ||||moonlight glare|||||||||||| Я резко вгляделся в отблеск луны - это был тот самый дикий художник в белом халате. Er zog schnell einen Schlüssel hervor, schloß auf, und ehe ich mich's versah, war er im Garten drin. Он быстро достал ключ, отпер дверь, и не успела я опомниться, как он оказался в саду. Nun hatte ich gegen den Maler schon vom Anfang eine absonderliche Pike wegen seiner unvernünftigen Reden. |||||||||||distrust|||unreasonable| С самого начала у меня была странная неприязнь к художнику из-за его необоснованных речей. Jetzt aber geriet ich ganz außer mir vor Zorn. Но сейчас я был вне себя от ярости. Das liederliche Genie ist gewiß wieder betrunken, dachte ich, den Schlüssel hat er von der Kammerjungfer, und will nun die gnädige Frau beschleichen, verraten, überfallen. ||||||||||||||||||||||sneak up on|| Беспутный гений, конечно, снова пьян, подумал я, он получил ключ от горничной и теперь хочет подкрасться к мадам, предать ее, напасть на нее. – Und so stürzte ich durch das kleine, offengebliebene Pförtchen in den Garten hinein. |||||||open|gate|||| - И я бросился в сад через маленькую калитку, которая так и осталась открытой.

Als ich eintrat, war es ganz still und einsam darin. ||entered||||||| Die Flügeltür vom Gartenhause stand offen, ein milchweißer Lichtschein drang daraus hervor und spielte auf dem Grase und den Blumen vor der Tür. |door with wings||||||milky|light shine|||||||||||||| Створка садового домика стояла открытой, из нее лился молочно-белый свет, игравший на траве и цветах перед дверью. Ich blickte von weitem herein. Я заглянул туда издалека. Da lag in einem prächtigen grünen Gemach, das von einer weißen Lampe nur wenig erhellt war, die schöne gnädige Frau, mit der Gitarre im Arm, auf einem seidenen Faulbettchen, ohne in ihrer Unschuld an die Gefahren draußen zu denken. ||||||chamber||||||||illuminated||||||||||||||daybed|||||||||| Там, в великолепной зеленой комнате, лишь слегка освещенной белой лампой, на шелковой кровати лежала прекрасная мадам с гитарой в руках, не думая в своей невинности об опасностях, подстерегающих ее снаружи.

Ich hatte aber nicht lange Zeit, hinzusehen, denn ich bemerkte soeben, daß die weiße Gestalt von der andern Seite ganz behutsam hinter den Sträuchern nach dem Gartenhause zuschlich. ||||||to look (at)|||||||||||||||||||||crept Но долго искать мне не пришлось, так как я только что заметил, что белая фигура осторожно крадется к садовому домику с другой стороны, за кустами. Dabei sang die gnädige Frau so kläglich aus dem Hause, daß es mir recht durch Mark und Bein ging. Из дома доносилось такое жалобное пение, что оно проникало прямо в меня. Ich besann mich daher nicht lange, brach einen tüchtigen Ast ab, rannte damit gerade auf den Weißmantel los, und schrie aus vollem Halse »Mordjo!« daß der ganze Garten erzitterte. ||||||||||||||||white coat|||||||murderjoy|||||quaked Поэтому я, не раздумывая, отломил хорошую ветку, бросился с ней прямо на белый халат и закричал "Морджо!" во всю мощь своих легких так, что весь сад задрожал.

Der Maler, wie er mich so unverhofft daherkommen sah, nahm schnell Reißaus, und schrie entsetzlich. |||||||come along||||||| Художник, увидев, что я так неожиданно появляюсь, быстро вскочил на пятки и страшно закричал. Ich schrie noch besser, er lief nach dem Hause zu, ich ihm nach – und ich hatt ihn beinah schon erwischt, da verwickelte ich mich mit den Füßen in den fatalen Blumenstücken, und stürzte auf einmal der Länge nach vor der Haustür hin. ||||||||||||||||||||||||||||||flower petals|||||||||||

»Also du bist es, Narr!« hört ich da über mir ausrufen, »hast du mich doch fast zum Tode erschreckt.« – Ich raffte mich geschwind wieder auf, und wie ich mir den Sand und die Erde aus den Augen wische, steht die Kammerjungfer vor mir, die soeben bei dem letzten Sprunge den weißen Mantel von der Schulter verloren hatte. "Так это ты, дурак!" - восклицаю я про себя, - "ты чуть не напугал меня до смерти!" Я быстро поднимаюсь на ноги, и пока я вытираю песок и землю с глаз, передо мной стоит горничная, которая только что сбросила с плеча белый халат во время последнего прыжка. »Aber«, sagte ich ganz verblüfft, »war denn der Maler nicht hier?« – »Ja freilich«, entgegnete sie schnippisch, »sein Mantel wenigstens, den er mir, als ich ihm vorhin im Tor begegnete, umgehängt hat, weil mich fror.« – Über dem Geplauder war nun auch die gnädige Frau von ihrem Sofa aufgesprungen, und kam zu uns an die Tür. |||||||||||||||snippily||||||||||||||hung around|||||||||||||||||||||||| "Но, - сказал я, совершенно ошеломленный, - разве художник не был здесь?" - "Да, конечно, - ответила она отрывисто, - по крайней мере, его пальто, которое он надел на меня, когда я встретила его у ворот, потому что я замерзла" - За разговорами мадам уже вскочила с дивана и подошла к нам в дверях. Mir klopfte das Herz zum Zerspringen. Мое сердце билось так сильно, что я чувствовал, будто оно вот-вот разорвется. Aber wie erschrak ich, als ich recht hinsah und, anstatt der schönen gnädigen Frau, auf einmal eine ganz fremde Person erblickte! But how frightened I was when I looked right and saw, instead of the beautiful gracious woman, suddenly a completely strange person! Но как я испугался, когда внимательно посмотрел и, вместо прекрасной милой леди, вдруг увидел совершенно незнакомого человека!

Es war eine etwas große, korpulente, mächtige Dame mit einer stolzen Adlernase und hochgewölbten schwarzen Augenbraunen, so recht zum Erschrecken schön. |||||corpulent||||||||high-arched||||||| Это была довольно большая, корпулентная, могучая дама с горделивым орлиным носом и высокими черными бровями, поистине прекрасными, которые так пугают. Sie sah mich mit ihren großen funkelnden Augen so majestätisch an, daß ich mich vor Ehrfurcht gar nicht zu lassen wußte. Ich war ganz verwirrt, ich machte in einem fort Komplimente, und wollte ihr zuletzt gar die Hand küssen. Я был совершенно смущен, я непрерывно делал комплименты и в конце концов даже хотел поцеловать ей руку. Aber sie riß ihre Hand schnell weg, und sprach dann auf italienisch zu der Kammerjungfer, wovon ich nichts verstand. Но она быстро отдернула свою руку и затем заговорила по-итальянски с дамой постели, ничего из этого не понимая.

Unterdes aber war von dem vorigen Geschrei die ganze Nachbarschaft lebendig geworden. Тем временем вся округа оживилась от предыдущего крика. Hunde bellten, Kinder schrien, zwischendurch hörte man einige Männerstimmen, die immer näher und näher auf den Garten zukamen. |||||||||||||||||approach Собаки лаяли, дети кричали, между тем слышались мужские голоса, которые все ближе и ближе приближались к саду. Da blickte mich die Dame noch einmal an, als wenn sie mich mit feurigen Kugeln durchbohren wollte, wandte sich dann rasch nach dem Zimmer zurück, während sie dabei stolz und gezwungen auflachte, und schmiß mir die Tür vor der Nase zu. |||||||||||||||||||||||||||||||||slammed||||||| Тогда леди снова посмотрела на меня, будто хотела пронзить меня огненными шариками, затем быстро повернулась к комнате, при этом гордо и принужденно засмеялась, и захлопнула дверь перед моим носом. Die Kammerjungfer aber erwischte mich ohne weiteres beim Flügel und zerrte mich nach der Gartenpforte. The maid but caught me easily at the wing and dragged me to the garden gate. А помощница легко застала меня у фортепиано и потащила к садовым воротам.

»Da hast du wieder einmal recht dummes Zeug gemacht«, sagte sie unterwegs voller Bosheit zu mir. «Ты опять сделал глупость» - сказала она по дороге, полная злобы. Ich wurde auch schon giftig. I was already poisonous. Я тоже стал ядовитым. »Nun, zum Teufel!« sagte ich, »habt Ihr mich denn nicht selbst hierherbestellt?« – »Das ist's ja eben«, rief die Kammerjungfer, »meine Gräfin meinte es so gut mit dir, wirft dir erst Blumen aus dem Fenster zu, singt Arien – und das ist nun ihr Lohn! |||||||||||summoned here|||||||||||||||||||||||||arias|||||| "Well, hell," said I, "did not you bring me here?" "That's just it," cried the maid, "my countess meant it so well with you, first threw you flowers from the window , sings Arias - and that's their reward! «Ну и черт с вами!» - сказал я, «разве вы не пригласили меня сюда сами?» - «Вот в чем дело», крикнула камер-фрейлин, «моя графиня так хорошо относилась к тебе, сначала бросает тебе цветы из окна, поет арии - а вот тебе и награда!» Aber mit dir ist nun einmal nichts anzufangen; du trittst dein Glück ordentlich mit Füßen.« – »Aber«, erwiderte ich, »ich meinte die Gräfin aus Deutschland, die schöne gnädige Frau« – »Ach«, unterbrach sie mich, »die ist ja lange schon wieder in Deutschland, mitsamt deiner tollen Amour. |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||amour But there is nothing to do with you; you are trampling on your happiness. "" But, "I replied," I meant the Countess from Germany, the beautiful, gracious lady. "" Oh, "she interrupted me," she's been back in Germany for a long time your great Amour. Но с вами ничего не поделаешь, вы топчете свое счастье ногами" - "Но, - ответил я, - я имел в виду графиню из Германии, прекрасную мадам" - "О, - перебила она меня, - она уже давно вернулась в Германию вместе с вашим большим любимым. Und da lauf du nur auch wieder hin! И вот куда вы снова направляетесь! Sie schmachtet ohnedies nach dir, da könnt ihr zusammen die Geige spielen und in den Mond gucken, aber daß du mir nicht wieder unter die Augen kommst!« |yearns|anyway|||||||||||||||||||||||| She'll languish after you anyway, so you can play the violin together and look at the moon, but you will not meet me again! " Она все равно тоскует по тебе, так что вы можете вместе играть на скрипке и смотреть на луну, но больше не появляйся у меня под носом!"

Nun aber entstand ein entsetzlicher Rumor und Spektakel hinter uns. ||||horrifying||||| But now a terrible rumor and spectacle arose behind us. Но вот позади нас раздался страшный грохот и зрелище. Aus dem anderen Garten kletterten Leute mit Knüppeln hastig über den Zaun, andere fluchten und durchsuchten schon die Gänge, desperate Gesichter mit Schlafmützen guckten im Mondschein bald da bald dort über die Hecken, es war, als wenn der Teufel auf einmal aus allen Hecken und Sträuchern Gesindel heckte. |||||||clubs||||||cursed||searched||||desperate|||nightcaps|||||||||||||||||||||||||hatched Из другого сада люди с дубинками торопливо перелезали через забор, другие ругались и уже обыскивали проходы, отчаянные лица в спальных колпаках выглядывали из-за изгороди то тут, то там в лунном свете, как будто дьявол внезапно ощипывал сорванцов со всех изгородей и кустов. – Die Kammerjungfer fackelte nicht lange. ||fumbled|| The maid did not hesitate long. - Горничная колебалась недолго. »Dort, dort, läuft der Dieb!« schrie sie den Leuten zu, indem sie dabei auf die andere Seite des Gartens zeigte. "Вон, вон, бежит вор!" - крикнула она людям, указывая на другую сторону сада. Dann schob sie mich schnell aus dem Garten und klappte das Pförtchen hinter mir zu. Затем она быстро вытолкнула меня из сада и закрыла за мной калитку.

Da stand ich nun unter Gottes freiem Himmel wieder auf dem stillen Platze mutterseelenallein, wie ich gestern angekommen war. Я был под Божьим небом, снова стоял один на тихой площади, как и вчера. Die Wasserkunst, die mir vorhin im Mondschein so lustig flimmerte, als wenn Engelein darin auf und nieder stiegen, rauschte noch fort, wie damals, mir aber war unterdes alle Lust und Freude in den Brunnen gefallen. ||||||||||||little angel|||||||||||||||||||||| The water-art, which in the moonshine just flickered so funny to me as if angels climbed up and down in it, was still rustling away, as it had then, but all pleasure and joy had fallen into the wells. Водопровод, который так весело переливался в лунном свете, словно по нему поднимались и спускались ангелы, все еще шумел, как и тогда, но все мое удовольствие и радость канули в Лету. – Ich nahm mir nun fest vor, dem falschen Italien mit seinen verrückten Malern, Pomeranzen und Kammerjungfern auf ewig den Rücken zu kehren, und wanderte noch zur selbigen Stunde zum Tore hinaus. |||||||||||||||ladies-in-waiting|||||||||||same|||| Now I resolved firmly to turn my back on the false Italy with its crazy painters, bitter-goers, and chambermaids, and was still walking out of the gate at the same hour. - Я решил навсегда отвернуться от этой фальшивой Италии с ее сумасшедшими художниками, помпонами и горничными и в тот же час вышел за ворота.